Bordairrace Aflenz 2026
Bordairrace Aflenz 2026 – starke Leistungen bei anspruchsvollen Bedingungen
Am vergangenen Wochenende fand am Ersatztermin das Bordairrace Aflenz/Hochschwab 2026 statt. Beim traditionsreichen 33-Stunden-Hike-&-Fly-Bewerb galt es, ausschließlich zu Fuß und mit dem Gleitschirm eine möglichst große Distanz zurückzulegen, den persönlichen Wendepunkt selbst zu wählen und rechtzeitig wieder ins Ziel nach Aflenz zurückzukehren.
Bereits am ersten Renntag zeigte sich die große taktische Vielfalt dieses besonderen Wettkampfformats. Vom Startgelände in Aflenz aus verteilte sich das Teilnehmerfeld auf drei unterschiedliche Himmelsrichtungen. Einige Athleten orientierten sich nach Nordwesten in Richtung Hochschwab und Eisenerzer Alpen, andere folgten dem Mürztal nach Osten, während weitere Teilnehmer ihre Route nach Süden beziehungsweise Südosten über Bruck, Kapfenberg und in Richtung Fischbacher Alpen wählten.
Die Athletinnen und Athleten zeigten dabei beeindruckende körperliche, fliegerische und taktische Leistungen. Lange Fußmärsche, starke Flüge und sehr unterschiedliche Routen sorgten dafür, dass der Rennverlauf im Live-Tracking bis zuletzt spannend blieb.
Schwierige Wetterentwicklung am zweiten Renntag
Die aktuellen Wettermodelle hatten sich am Sonntagmorgen gegenüber den Prognosen des Vortages deutlich verschlechtert. Das Hauptproblem war ein starker Nordwestwind, der bereits früh in der freien Atmosphäre vorhanden war und im Tagesverlauf weiter zunahm.
Während am Vormittag örtlich noch kurze nutzbare Flugfenster bestanden, wurden für die Mittags- und Nachmittagsstunden in Flughöhe verbreitet Windgeschwindigkeiten von rund 35 bis 40 km/h, in exponierten Bereichen auch darüber, prognostiziert. Zusätzlich musste südlich und südöstlich der großen Gebirgsketten mit ausgeprägten Lee-, Rotor- und Turbulenzbereichen gerechnet werden.
Viele Athleten trafen daher sehr verantwortungsvolle Entscheidungen, verzichteten auf einen Flug, wählten geschützte Routen oder landeten rechtzeitig. Gerade bei einem Hike-&-Fly-Wettbewerb, bei dem sportlicher Ehrgeiz, Wetterverständnis und eigenverantwortliches Handeln eng zusammengehören, verdienen diese Entscheidungen besondere Anerkennung.
Robert Kuterer sorgt für die große Überraschung
Eine der herausragenden Geschichten dieses Bewerbs schrieb Robert Kuterer. In seinem ersten Jahr bei den Bordairrace-Bewerben gelang ihm eine außergewöhnliche Leistung: Er konnte nahezu alle Kategorien gewinnen, für die er startberechtigt war.
Damit setzte er sich nicht nur gegen viele erfahrene Hike-&-Fly-Athleten durch, sondern zeigte eindrucksvoll, dass auch ein Neueinsteiger bereits in seiner ersten Saison ganz vorne mitmischen kann. Seine Leistung war geprägt von einer starken Kombination aus Ausdauer, Routenwahl, Wettergefühl und fliegerischem Können.
Dass ein Athlet bereits im ersten Jahr in mehreren Wertungen ganz oben steht, ist eine echte Besonderheit und unterstreicht zugleich den offenen Charakter des Bordairrace: Erfahrene Spitzenathleten, ambitionierte Freizeitpiloten und Neueinsteiger treten im selben Bewerb an und können ihre jeweils eigenen Stärken ausspielen.
Robert Kuterer war mit einem NOVA Mentor 7 gemeldet und zählt mit seinem Ergebnis zweifellos zu den großen Gewinnern des Rennwochenendes.
Spannende Entscheidungen in allen Wertungen
Neben dieser besonderen Leistung gab es auch in den weiteren Kategorien zahlreiche starke Ergebnisse. Die unterschiedlichen Wertungen zeigen die große Bandbreite des Teilnehmerfeldes: vom ambitionierten Einsteiger bis zum erfahrenen Hike-&-Fly-Wettkämpfer, von unterstützten Athleten bis zu jenen, die das gesamte Rennen ohne Support bewältigten.
Gerade die Kombination aus Gesamtwertung und zusätzlichen Klassen macht sichtbar, wie unterschiedlich die sportlichen Herausforderungen innerhalb desselben Rennens sein können. Nicht allein die größte Distanz entscheidet über die persönliche Leistung. Auch ein rechtzeitiger Zieleinlauf, taktisch kluge Wendepunkte, sichere Flugentscheidungen und das Durchhalten über die gesamte Renndauer sind wesentliche Bestandteile eines erfolgreichen Bordairrace.
Alle wieder sicher zurück
Besonders erfreulich ist, dass trotz der langen Distanzen, der unterschiedlichen Routen und der schwierigen Wetterentwicklung alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder gesund zurückgekehrt sind.
Wir gratulieren allen Athletinnen und Athleten sehr herzlich zu ihren großartigen Leistungen. Ebenso bedanken wir uns für die disziplinierten und verantwortungsvollen Entscheidungen sowie für den fairen und kameradschaftlichen Umgang miteinander.
Ein großer Dank gilt auch allen Supportern, Helfern, Sponsoren, Partnern und dem gesamten Organisationsteam, die zum sicheren und erfolgreichen Ablauf des Bordairrace Aflenz beigetragen haben.
Vielen Dank für ein spannendes, faires und unvergessliches Rennwochenende in Aflenz!
Ergebnisse
Die vollständigen Ergebnisse mit allen Wertungen, Platzierungen und Detailinformationen sind hier abrufbar:
➡️ Ergebnisse Bordairrace Aflenz/Hochschwab 2026
